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Oberflächenbeschaffenheit geschalter Betonflächen

(SIA Norm 220, Ausgabe 1992)


Typ 1, Normale Betonflächen

Normale Betonflächen ohne besondere Anforderungen:

- mit beliebiger Flächenstruktur

- ohne Nachbearbeitung von Graten und Überzähnen


Typ 2, Betonflächen mit einheitlicher Struktur

Betonflächen mit folgenden Anforderungen:

- einheitliche  Flächenstruktur

- Brett- bzw. Tafelgrösse nicht vorgeschrieben

- mit Nachbearbeitung von Graten und Überzähnen


Typ 3, Sichtbeton- Flächen mit Bettstruktur

Sichtbar bleibende Flächen mit folgenden Anforderungen:

- einheitliche Flächenstruktur ohne Überzähne, Grate und poröse Stellen

- durch Lufteinschlüsse verursachte Poren (Lunker) in mässiger Anzahl sind zulässig

- möglichst gleichmässige Farbtönung

- Brettbreite konstant, Brettstösse nicht vorgeschrieben

- Brettrichtung einheitlich und parallel zur grösseren Abmessung der Schalungsfläche

- glatte Schallbretter


Erhöhte Anforderungen sind wie folgt anzugeben:

1. Fugen abgedichtet

2. Stösse versetzt

3. Brettrichtung einheitlich und senkrecht zur grösseren Abmessung der Schalungsfläche

4. Strukturbild gemäss Detailplan der geschalten Fläche

5. Verwendung von sägerohen Brettern


Typ 4, Sichtbeton- Flächen mit Tafelstruktur

Sichtbar bleibende Flächen mit folgenden Anforderungen:

- einheitliche Flächenstruktur ohne Überzähne, Grate und poröse Stellen

- durch Lufteinschlüsse verursachte Poren (Lunker) in mässiger Anzahl sind zulässig

- möglichst gleichmässige Farbtönung

- Tafelgrösse konstant, Tafelstösse nicht vorgeschrieben

- Tafelrichtung einheitlich und parallel zur grösseren Abmessung der Schalungsfläche


Erhöhte Anforderungen sind wie folgt anzugeben:

1. Fugen abgedichtet

2. Stösse versetzt

3. Tafelrichtung einheitlich und senkrecht zur grösseren Abmessung der Schalungsfläche

4. Strukturbild gemäss Detailplan der geschalten Fläche



Sichtbeton- Flächen, wichtige Eigenschaften und Hinweise,

Wird eine glatte, geschlossene Betonoberflächen gewünscht, kommen vorwiegend rauhe, gehobelte, imprägnierte und beschichtete, sandgestrahlte oder geflammte Holzbretterschalungen zur Anwendung. Für strukturierte Betonoberflächen stehen Entschalungsmittel sowie Glasfaserkunststoff- (GFF)-, Gummi- (Polysulfid)- und Hartschaum- (Polystyrol)- Schalungen zur Verfügung.


Für alle Sicht- Schalungsarten sind folgende Faktoren zu beachten.


Betonzusammensetzung (Empfehlung)

- Feinanteil kleiner als 0,25mm 400...450 kg/m3 einschliesslich Zement

- Eventuell Zugabe von EFA - Füller, hydr. Kalk, Steinmehl etc.

- Anmachwassermenge konstant, Konsistenz: K2 bis K3

- Zuschlag 0 bis 32mm; Anteil 8 bis 32mm: 45 bis 50%; Natursand und eventuell kleiner Anteil von Brechsand


Verarbeitung des Betons

- Hohe Fallstrecken vermeiden (Entmischungsgefahr)

- Kontinuierlicher Betoniervorgang (Arbeitsfugen = Farbänderung)

- Arbeitsfugen möglichst entlang einer Schalbrettkante wählen

- Gleichmässiges Mischen (mind. 1Minute) und Vibrieren


Schalung

- Schalungsplan, Abstandhalterverteilung

- Keine neuen Bretter verwenden (Zuckerartige Substanzen in neuem Schalholz stört Abbindeprozess der Zementhaut bis auf 2mm Tiefe)

- Holz derselben Sorte und desselben Alters verwenden

- Eigenschaften von Entschalungsmitteln sind auszuprobieren

- Schalung gleichmässig vornässen, mind. 8-12h vor Betonierbeginn

- keine Leckstellen in der Schalung und Eisenteile an der Betonoberfläche, Stösse gut dichten


Nachbehandlung

- Abdecken gegen Witterungseinflüsse v.a. Regen (weisse Verfärbungen infolge Lösung von Kalziumhydroxid im jungen Beton)

- Vermeiden von Verschmutzungen und Beschädigungen des jungen Betons


Telefon Büro:


Zürich 043 311 85 25  Bern 031 302 95 00  Basel  061 311 60 60 Chur  081 252 40 76


Alle Korrespondenz für alle Niederlassungen bitte an:


Corak AG

Flurstrasse 93

8047 Zürich


E- Mail info@corak.ch


Ursache der Mängel

Die Ursache für die Mängel können zum jetzigen Zeitpunkt nur vermutet werden. Eine Ursache kann die kühle Witterung mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Zeitpunkt der Betonierarbeiten sein. Der verwendete Beton wurde nicht untersucht und kann demzufolge auch nicht beurteilt werden. Das Einfüllen und das Fibrieren, hatte sicher einen wesentlichen Einfluss und inwieweit die Schalung genügend vorgewässert wurde kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden, es sei denn, diese Arbeit könnte aus den Tagesraporten des Unternehmers nachvollzogen werden.