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Sichtbetonbauteile

Sichtbeton ist eine Betonoberfläche deren Aussehen durch die Ausführung und Verarbeitung bestimmt wird, z. B. Schalbrettstruktur. Der Sichtbeton ist schlagregendicht. Schalung und Beton sind die beiden Faktoren, die für die Qualität der Sichtbetonfläche bestimmend sind. Bei Sichtbetonkonstruktionen können Diffusionsprobleme auftreten, dies insbesondere bei raumseitig angeordneter Wärmedämmung und bei diffusionsdurchlässigen Innenschalen.

Schwachstellen

- zu geringe Eisenüberdeckung, Betonoberfläche karbonatisiert (Verlust der Korrosionsschutzwirkung)

- Abplatzungen des Betons infolge Korrosion der Armierung, Rostfahnen


Unterschieden werden müssen Betonschäden an:

- Neubauten als Folge von mangelhafter Betonqualität oder Verarbeitung


- Altbauten als Folge von ungenügender Eisenüberdeckung und porösem Beton im Sinne einer abgelaufenen Nutzungszeit


Ist - Zustandsaufnahme an Altbauten

- Visuelle Kontrolle der Betonelemente auf Risse, Kiesnester und den Allgemeinzustand der Betonoberfläche (Verwitterungszustand)


- Ermitteln der Karbonatisierungstiefe


- Ermitteln der Bewehrungslage und Überdeckung


- Ermitteln der Bewehrungskorrosion


- Ermitteln der Betondruckfestigkeit


- Ermitteln der Zugfestigkeit (Bohrkerne und Laborproben)


- Ermitteln der Kornzusammensetzung (Bohrkerne und Laborproben)


- Ermitteln des PC Gehaltes (Bohrkerne und Laborproben)


- Ermitteln des Wassereindringverhalten (Labor oder


Karbonatisierungstiefe

Die Bewehrung im Beton ist durch das alkalische Milieu vor Korrosion geschützt. Durch das Diffundieren von CO2 wird der Beton karbonatisiert, der pH - Wert abgesenkt und die Passivierung des Stahls aufgehoben. Um die Karbonatisierungstiefe zu messen, wird mit einer Indikatorlösung (Phenolphtalein) der Übergang vom alkalischen zum neutralen Betongefüge optisch festgestellt


Je nach der Tiefe der  Karbonatisierung, und der z.B. porösen Betonoberfläche/ der  festgestellten Betonqualität besteht Korrosionsgefahr für die Armierungseisen.


Eisenüberdeckung und Lage der Bewehrung

Beträgt die Einbettungstiefe der Bewehrung 30 mm und mehr, bildet sie in der Regel bei üblicher Betonqualität ein genügender Schutz für die Bewehrung gegenüber Korrosion. Die Eisenüberdeckung wird mittels einer elektromagnetischen Messmethode (Profometer 3) bestimmt.


Druckfestigkeit

Die Betondruckfestigkeit der Betonoberfläche wird vor Ort mittels eines Schmidthammers an verschiedenen Bauteilen überprüft. Dies Messergebnis ergibt eine Information über die Verhältnisse im Oberflächenbereich.


Die Druckfestigkeit bei Werten oberhalb von 50 N/mm2 entspricht einem guten Normalbeton. Die am Objekt festgestellten Werte wurden durch Prüfungen im Labor bestätigt.


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