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Kondenswasser

Kondenswasser fällt dann an, wenn sich die Luft an kalten Oberflächen abkühlt da

kältere Luft weniger Wasser speichern kann.


Kondenswasser entsteht immer im Zusammenspiel von: Lufttemperatur in Grad C, Sättigungsgrad der Luft in % als relativer Feuchtigkeit und kalten Oberflächen. Wird Luft genügend tief abgekühlt scheidet sie somit immer Kondenswasser, oder  in anderer Form Tau, Reif oder Nebel aus.


Wasser in der Luft

Luft enthält immer einen Anteil Wasser. Die Wassermenge welche die Luft aufnehmen kann ist begrenzt und hängt von der Lufttemperatur ab. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie speichern, kalte Luft kann sehr wenig Wasser speichern.


Sättigung der Luft

Wenn die Luft bei einer bestimmten Temperatur die grösstmögliche Wassermenge enthält, ist sie gesättigt. Der Sättigungsgrad der Luft kann nur mit einem Hygrometer bestimmt werden.


Relative Luftfeuchtigkeit

Die relative Luftfeuchtigkeit ist der jeweilige Sättigungsgrad der Luft, abhängig ihrer Temperatur. Der Sättigungsgrad wird üblicherweise als Prozentwert angegeben.


100% Luftfeuchte entspricht gesättigter Luft. Luft mit der selben Temperatur die aber nur die hälfte der möglichen Sättigung aufweist hat eine relative Feuchte von 50%. Wenn die Luft erwärmt wird kann sie mehr Wasser aufnehmen, so dass bei gleicher Wassermenge die relative Feuchtigkeit sinkt.


Wenn die Luft, wiederum mit der selben Wassermenge abgekühlt wird, kann sie weniger Wasser aufnehmen und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Wird die Luft weiter abgekühlt, z.B. am kühleren Oberflächen, so dass der Sättigungsgrad erreicht wird (Taupunkt), kondensiert das überschüssige Wasser,  Kondenswasser wird ausgeschieden.


Taupunkt

Den Taupunkt zu kennen ist wichtig um entscheiden zu können ob Kondenswasser anfällt und wann und wo dieses ausgeschieden wird. Der Taupunkt ist der Punkt an dem sich die Raumlufttemperatur soweit abkühlt dass Kondenswasser ausgeschieden wird.


Kondenswasser an inneren Oberflächen in Wohnungen

Bei einer Raumlufttemperatur von 22°C und einer rel. Feuchtigkeit von 60% liegt der Taupunkt bei 13.9°C. Im Winterhalbjahr, bei sehr tiefen Aussentemperaturen können die inneren Oberflächentemperaturen, insbesondere bei Altbauten z.B. bei Fenstern oder schlecht belüfteten Aussenecken, im bereich des Taupunktes liegen oder unter den Taupunkt fallen, so dass Kondenswasser ausgeschieden wird. Als Folge der Kondenswasserbildung entstehen Schimmelpilzkulturen.




Siehe auch: Schimmelpilz,   Luftdichtigkeit und Kondenswasser,   Raumklima,

Bauthermographie,   Bauphysik,   Feuchtigkeit in Mauerwerken


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