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Manchmal wird behauptet, dass Feuchtigkeit keinen Einfluss auf den Angriff von holzzerstörenden Insekten hat. Diese Behauptung ist falsch, denn viele unserer einheimischen holzzerstörenden Insekten greifen entweder nur feuchtes Holz an, oder der Angriff wird durch Feuchtigkeit gefördert. Einige holzzerstörende Insekten bevorzugen Holz, das teilweise durch Pilze abgebaut wurde. Der Scheckige Pochkäfer (Xestobium rufovillosum) greift z.B. nur Laubhölzer an, besonders Eiche, die bereits von Pilzen befallen sind. Aus diesem Grund ist dieses Insekt oft auf den inneren Bereich grossdimensionierter Hölzer begrenzt, die während trockener Perioden nicht so schnell austrocknen. Ihr Auftreten in alten Häusern weist häufig auf Feuchtigkeitszutritt hin. Holzzerstörende Rüsselkäfer (Euophryum- oder Pentarthrum-Arten) treten nur an bereits von Pilzen - in der Regel von kellerschwammbefallenem (Coniophora cerebella) Holz - auf. Die Rüsselkäfer gehören zu den wenigen Insektenarten, bei denen sowohl der erwachsene Käfer als auch die Larven Holz mit Pilzabbau fressen. Der in Deutschland und weltweit in gemässigten Klimaten am weitesten verbreitete Holzschädling ist der Gewöhnliche Nagekäfer (Anobium punctatum). Dieses Insekt ist nicht auf Pilzabbau des Holzes angewiesen; es kann auch trockenes Holz befallen, wenn auch sein Entwicklungszyklus in feuchtem Holz sehr viel kürzer ist. In trockenem Holz dauert der Entwicklungszyklus vom Ei über die Larvenstadien (die durch ihre Frassgänge den gesamten Schaden im Holz hervorrufen und seine Festigkeit stark mindern) bis zum erwachsenen Käfer normalerweise ca. drei Jahre. Die Larven verpuppen sich, und aus den Puppen schlüpfen dann die Käfer und verlassen das Holz durch die bekannten kreisrunden Fluglöcher. In ständig feuchtem Holz kann die Gesamtenwicklung dieses Insekts in einem Jahr beendet sein. Die Verringerung der Entwicklungsdauer durch die hohe Feuchtigkeit auf ein Drittel ist nicht nur von akademischem Interesse, da die Vermehrungsrate in feuchtem Holz neunmal grösser ist als in trockenem. In der Praxis bedeutet dies einige unbedeutende Fluglöcher im einen Fall und starker Befall mit erheblicher Schädigung des Holzes im anderen. Es ist oft beobachtet worden, dass starker „Holzwurmbefall" (in der Regel handelt es sich um den Gewöhnlichen Nagekäfer) zurückgeht, nachdem die Zentralheizung eingebaut wurde und das in einem Haus verbaute Holz zum erstem Mal trocken wird. Die Gefahr eines Befalls durch holzzerstörende Insekten ist also ein weiterer Grund, möglichst alle Feuchtigkeitsquellen im Haus auszuschalten. Telefon Büro: Zürich 043 311 85 25 Bern 031 302 95 00 Basel 061 311 60 60 Chur 081 252 40 76 Pilzproben für Laboruntersuchungen für alle Niederlassungen bitte an: Corak AG Flurstrasse 93 8047 Zürich E- Mail info@corak.ch Weitere Informationen unter salzgeschädigte Mauerwerke (Chlorid) |