Kunst am Bau Schulhaus in Buttikon


Resultierend aus einem geladenen Wett- bewerb des Bezirkes March führte Roland Herzog sein Projekt < Vier Drachen> am neu erstellten Schulhaus in Buttikon aus.

Am Fusse des Hanges, in Waldes Nähe und am Rande des Dorfes an der Linthebene, greifen die Zacken der Alpenkämme in den Horizont.


Über die Benützung des Schulhauses lässt sich langsam die Gesamtheit der Arbeit entdecken. Eine vielfältige Assoziation spiegelt den Lebensraum des neuen Schulhauses


Aussenfassade

An den vier Ecken des Gebäude-komplexes der Mittelpunktschule Obermarch, der Schnittstelle zwischen konstruktiv- geomet-rischem Gebäude und der Landschaft sind sogenannte Wasserspeier in der Form von Drachen angebracht. In der Nacht leuchtet ein rotes Licht in ihrem Schlund und ihre Augen funkeln.


Wasser wird nie aus den Speiern fliessen. Der Regen wird auf dem Flachdach gesam-melt und unsichtbar kanalisiert.

Die Wasserspeier sind nutzlose Relikte einer anderen Zeit, sie erinnern als Zeugen an eine Epoche, die vor dem Vergessen steht und strahlen in die Dunkelheit.


Die verlorenen Funktion wird auf der metaphysischen Ebene eine Abwehr nicht beeinträchtigt. Die Drachenköpfe sitzen an einer Ecke und wachen mit ausgewallter Zunge. Gleich Positionslichter der Aviatik stecken sie den Rahmen des Gebäude-komplexes zur Landschaft ab.


Entsprechend den Himmelsrichtungen ist im Osten der Luftdrache, im Süden der Feuerdrache, im Westen ist der Wasserdrache und im Norden der Erddrache.


Innenraum

Parallel zu den Drachen sind im Innenraum vier Füchse platziert. Wie im Schnapp-schuss eingefroren, stehen, sitzen und liegen sie ausgestopft im Untergeschoss der Gebäude. Die Präsentation auf Sichtbeton und unter einer Vitrine nimmt der Betrach-tung den unangenehmen Beigeschmack der Ausstopfung und schützt die Exponate gleichzeitig.

Die Verwandtheit in den Gesichtszügen der Füchse zum Drachen, die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere im Untergeschoss evozieren Verbindungen zwischen Innen und Aussen.




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