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Holzzerstörende Pilze bilden dazu Fruchtkörper aus, die eine relativ dickfleischige Konsistenz haben und die entweder die bekannte Form der essbaren Pilze haben oder konsolen- oder schichtartig aussehen. Auf ihnen werden Millionen von Sporen gebildet.


Die Schimmelpilze entwickeln keine ins Auge fallenden Fruchtkörper, sie bilden einfach Sporenbündel an den Spitzen von besonderen Hyphen aus. Nur an der Farbe dieser Sporen kann man im allgemeinen feststellen, dass sich Schimmel ausbreitet.


Schimmelpilze

Schimmelpilze können sich praktisch auf allen Oberflächen entwickeln, wobei sie Spuren organischer Verunreinigungen als Nahrungsquelle benutzen. Ihre Sporen können sich allerdings nur bei einer relativen Feuchte von mehr als 90% entwickeln, d.h. praktisch benötigen sie - wenigstens kurzfristig - einen Wasserfilm. Aber sobald die Sporenkeimung stattgefunden hat, kann sich der Schimmelpilz noch bei einer relativen Luftfeuchte bis herab zu 70% entwickeln. Bei solchen minimalen Feuchtigkeitsansprüchen können Schimmelpilze in geradezu idealer Weise sogar das geringste Feuchtigkeitsangebot, beispielsweise Kondenswasserniederschlag, ausnutzen. Schimmelbewuchs kann also ein Indikator dafür sein, dass die befallenen Oberflächen periodisch durch Kondenswasser befeuchtet werden; bei Messungen werden oft relativ geringe Feuchtewerte festgestellt, denn die betreffenden Flächen sind u.U. nur zu bestimmten Zeiten feucht. Schimmelbefall sollte jedoch immer näher untersucht werden, kann er doch ein Anzeichen dafür sein, dass in dem darunter liegenden Holz oder Mauerwerk eine erhöhte Feuchtigkeit herrscht, die entweder aufgrund von ständiger Kondensation oder auf Feuchtigkeitszufuhr in anderer Form - meist als Wasserdampf - hinweist (z.B. in einer Verkleidung oder Vertäfelung durch beständige hohe Feuchtigkeit in einer dahinterliegenden Wand). Undichte Wasserleitungen oder Dacheindeckungen können ebenfalls die Entwicklung von Schimmelpilzen begünstigen, da es sich bei der entstehenden Feuchtigkeit meist um reines Wasser handelt.


Schimmelpilze finden sich in den Farben: Schwarz, Schwarz- Blau bis Blau- Grau und Blau- Grau- Grün.


Verfärbungen aufgrund von Schimmelbefall treten manchmal nur vorübergehend auf. Sie entstehen durch die gefärbten Sporen, die die Schimmelpilze dann ausbilden, wenn sich ihre Lebensbedingungen verschlechtern, im allgemeinen dann, wenn die befallenen Oberflächen teilweise austrocknen.


Schimmelpilzentfernung

Die Verfärbungen können meistens abgebürstet werden, wenn die Feuchtigkeitsursache beseitigt ist. Man sollte die Flächen jedoch anschliessend mit einem Fungizid behandeln, damit der Schimmel bei einer erneuten Befeuchtung nicht abermals auftritt. Grundsätzlich sollte immer zuerst der Pilz mit entsprechendem Fungizid abgetötet und erst danach entfernt werden, nicht dass sich alle Sporen im Raum verteilen und sich neue Kulturen entwickeln können. Die befallenen Bereiche einfach neu zu überstreichen ist keine Lösung. Es ist auch immer wichtig die Ursache der bestehenden Feuchtigkeit zu kennen und zu beheben.


Giftigkeit, Einwirkung auf den Menschen

Schimmelpize sind nicht überaus giftig und gefährlich, sie sind aber auch nicht einfach ungefährlich und zu verharmlosen. Von den ca. 100 Arten von Schimmelpilz sind 3 bis 4 Arten krankmachend, die anderen sind kaum gesundheitsfördernd. Etwas 7% der schweizerischen Bevölkerung reagieren allergisch auf Schimmelpilze.(gemäss Auskunft Tox Institut Basel)



Holzzerstörende Pilze

Unter bestimmten Bedingungen können einige der Pilze, die normalerweise an gefälltem oder gelagertem Holz auftreten, auch Holz in Gebäuden befallen. Nach ungefähr einem Jahr bilden diese holzzerstörenden Pilze grosse Fruchtkörper, an denen man die jeweilige Art erkennen kann. Sie können ihre Zerstörungsfähigkeit nur in Holz entfalten, dessen Feuchtigkeit über 20% liegt. Der Feuchtigkeitsgehalt von verbautem Holz reicht im allgemeinen von 10% in gut beheizten und belüfteten Räumen bis zu 18 bis 20%, z.B. in einem Dachraum oder in Holzfussböden in nicht unterkellerten Räumen. Das heisst, dass die Grenze der gefährlichen Holzfeuchtigkeit in vielen Häusern sehr schnell erreicht werden kann. Die Zufuhr auch nur geringer Mengen zusätzlicher Feuchtigkeit - sei es durch ein undichtes Dach, Kondensation, eindringende oder aufsteigende Feuchtigkeit oder undichte Wasserleitungen - die an sich völlig unbedeutend sein können, reichen aus, um Pilzbefall auszulösen.


Ein Pilz, der besonders erwähnt werden soll, ist der Echte Hausschwamm Serpula lacrymans (Merulius lacrymans), früher auch Trockenfäulepilz genannt. Trotz seines Namens „Trockenfäulepilz" kann er sich nur in Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 20% entwickeln. Er kann durch seine Myzelstränge Wasser transportieren und so in gewissem Umfang Holz befeuchten, das für das Pilzwachstum normalerweise zu trocken ist.

Eine weiteres wichtiges Merkmal ist seine Fähigkeit durch Kalkmörtel und Putz auf der Suche nach Nahrung hindurchzuwachsen. Seine Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten in Gebäuden machen ihn zu einem der gefährlichsten holzzerstörenden Pilze, da er sehr schnell Holzzerstörung bewirkt und zudem äusserst schwer zu bekämpfen ist.

Andere holzzerstörende Pilze stellen ihr Wachstum ein, sobald die Feuchtigkeit quelle beseitigt ist. Der echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) wird dadurch nicht so schnell in seiner Entwicklung behindert, da er sich u. U. schon weit in einem Gebäude ausgebreitet hat. Siehe: Hausschwamm und Pilzsanierung


Weitere Informationen unter


Hausschwamm

Pilzsanierung

Kondenswasser

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Bauphysik


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Tragwerks-Verstärkung


Raumklima

Rissprotokoll

Pilzbefall, einschliesslich Schimmelpilzbefall, tritt ein, wenn Pilzsporen, die sich in enormer Zahl und Vielfältigkeit in der Atmosphäre befinden und zu keimen beginnen. Zwei Faktoren sind für eine erfolgreiche Keimung dieser Sporen und das nachfolgende Pilzwachstum Voraussetzung:


Das Vorhandensein von organischem Material, das als Nährstoffquelle dient und ein ausreichendes Feuchtigkeitsangebot.


Organisches Material befindet sich in Häusern in vielfältiger Form; Holz, Tapeten, Textilien und z.B. in Stäuben, sie alle begünstigen Pilzwachstum. Da es derartige Stoffe in allen Häusern gibt, ist der wichtigste begrenzende Faktor für die Aktivität der Pilze die Feuchtigkeit. Das Auftreten von Schimmelpilzen und holzzerstörenden Pilzen in Gebäuden ist demnach ein Zeichen für das Vorhandensein von erhöhter Feuchtigkeit. Obwohl es sich bei beiden um Pilze handelt, sollte man doch einen Unterschied machen zwischen Schimmelpilzen und holzzerstörenden Pilzen


Der tatsächliche Pilzkörper besteht aus einer Reihe feiner Fäden, die Hyphen genannt werden und die sich häufig im Innern des befallenen Materials ausbreiten und daher verborgen sind. Unter feuchten Bedingungen können die Pilzhyphen allerdings auch aus der Oberfläche herauswachsen und ein watteartiges Pilzgeflecht bilden, das man als Pilzmyzel bezeichnet. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Schimmel und andere Pilze Sporen bilden, sind sie im allgemeinen nicht sichtbar oder zumindest sehr schwer erkennbar.